Lannach liegt in der Weststeiermark auf etwa 350 Metern Höhe und erstreckt sich über knapp zwanzig Quadratkilometer. Der Ort wird vom Nebenarm Laan der Kainach durchzogen, der einst das Landschaftsbild prägte. Die Gemeinde umfasst mehrere Ortsteile wie Blumegg, Breitenbach, Heuholz und Teipl, die zusammen eine lebendige Gemeinschaft bilden.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Lannach im Jahr 1172 unter dem Namen Lunach, der sich vermutlich von slawischen Wurzeln ableitet. Im 16. Jahrhundert entstand das Schloss Lannach, das bis heute ein markantes Bauwerk der Region ist. Die Gemeinde erlebte wirtschaftliche Höhen und Tiefen, etwa durch die Schließung der Dachziegelfabrik in den 1930er Jahren oder die Erhebung zur Pfarre 1962. 1995 erhielt Lannach den Status einer Marktgemeinde.
Besonders sehenswert ist das Schloss Lannach mit seiner historischen Bedeutung. Die Pfarrkirche zum heiligen Franz von Assisi prägt das Ortsbild ebenso wie das Kriegerdenkmal von Rudolf Zilli. Naturfreunde schätzen die Kettischgründe, ein ehemaliges Ziegeleigelände, das heute als Feuchtbiotop unter Schutz steht. Wirtschaftlich ist Lannach durch Industrie- und Gewerbebetriebe wie Magna Powertrain oder Internorm geprägt. Die Gemeinde pflegt Partnerschaften mit Alling in Deutschland und Nimis in Italien.