Lalinde liegt im Südwesten Frankreichs an der Dordogne, umgeben von einer hügeligen, teils bewaldeten Landschaft im Périgord pourpre. Der Ort befindet sich auf einer Hochebene aus Kalkstein und erstreckt sich vom Flussufer bis zu fast 200 Metern Höhe im Norden. Die Dordogne prägt das Bild, während der Canal de Lalinde und kleinere Gewässer das Gebiet entwässern. Mit seiner Mischung aus landwirtschaftlich genutzten Flächen, Wäldern und bebauten Zonen zeigt der Ort eine vielfältige Nutzung.
Die Geschichte Lindes reicht bis ins Mittelalter zurück, als 1267 unter englischer Herrschaft eine Bastide gegründet wurde. Eine ältere Erdhügelburg und eine romanische Kirche belegen frühere Besiedlung. Der Name wandelte sich von Castrum de la Lynde über La Lindia bis zur okzitanischen Form La Linda. Lalinde erlebte Belagerungen im Hundertjährigen Krieg und während der Hugenottenkriege. Der Bau des Lalinde-Kanals im 19. Jahrhundert sollte die Schifffahrt auf der Dordogne verbessern, verlor aber später an Bedeutung.
Heute ist Lalinde vor allem für seine historische Bedeutung und die malerische Flusslandschaft bekannt. Die Bastide-Architektur und die Überreste der Befestigungsanlagen zeugen von seiner Vergangenheit. Der Canal de Lalinde mit seinen Schleusen und Bauwerken wie der Treppe von Tuilières ist ein technisches Denkmal. Die Umgebung lockt mit Wanderwegen und dem Blick auf die Dordogne.