Kościerzyna liegt in der kaschubischen Landschaft Pommerellen, etwa auf halber Strecke zwischen Bytów und Danzig. Östlich der Stadt entspringt das Flüsschen Wierzyca, das als linker Nebenfluss der Weichsel in die Landschaft hineinfließt.
Erstmals erwähnt wurde der Ort 1284 unter dem Namen Costerina, als ein pommerellischer Herzog Land an eine Adlige übertrug. Später gehörte Kościerzyna zum Machtbereich des Deutschen Ordens, der sie zeitweise Berent nannte. Die Stadt erlebte mehrere Brände und Plünderungen, etwa während des Dreizehnjährigen Kriegs oder im 17. Jahrhundert durch schwedische Truppen. Nach der preußischen Annexion 1772 wurde sie Teil Westpreußens, bis sie nach dem Ersten Weltkrieg wieder polnisch wurde.
Heute prägen historische Bauwerke wie die neubarocke Dreifaltigkeitskirche oder das neugotische Rathaus das Stadtbild. Ein Eisenbahnmuseum erinnert an die verkehrsgeschichtliche Bedeutung der einstigen Kreisstadt. Persönlichkeiten wie der kaschubische Schriftsteller Aleksander Majkowski oder der Olympiasieger Gustav Flatow stammen von hier. Die Stadt pflegt Partnerschaften mit Cölbe in Deutschland und Sanary-sur-Mer in Frankreich.