Kladno liegt etwa 25 Kilometer nordwestlich von Prag in der mittelböhmischen Region. Die Stadt ist von mehreren Orten umgeben, darunter im Norden Vinařice und Pchery, im Osten Stehelčeves und Buštěhrad sowie im Westen Tuchlovice und Libušín. Nach der Entdeckung von Kohlevorkommen im 19. Jahrhundert entwickelte sie sich zu einem bedeutenden Industriezentrum.
Die erste gesicherte Erwähnung Kladnos stammt aus dem frühen 14. Jahrhundert, als es noch ein kleines Dorf war. Im 16. Jahrhundert erhielt der Ort Stadtrechte, blieb aber lange unter der Herrschaft verschiedener Adelsfamilien und Klöster. Erst die Industrialisierung mit dem Kohlebergbau und der Gründung der Poldi-Stahlwerke im Jahr 1889 veränderte die Stadt grundlegend. 1898 verlieh Kaiser Franz Joseph I. Kladno den Titel „königliche Bergbaustadt“.
Heute ist Kladno vor allem für seine Sportvereine bekannt, darunter der Eishockeyclub HC Kladno und der Fußballverein SK Kladno. Die Stadt pflegt Partnerschaften mit Vitry-sur-Seine in Frankreich und Bellevue in den USA. Persönlichkeiten wie der ehemalige Chicagoer Bürgermeister Anton Cermak oder der Eishockeyspieler Jaromír Jágr stammen aus Kladno.