Istebna liegt eingebettet in die schlesischen Beskiden, etwa fünfzehn Kilometer südlich von Wisła. Das Dorf breitet sich im oberen Olsa-Tal aus, am Fuß des Berges Złoty Groń, und reicht von etwa 580 bis 630 Meter über dem Meer. Die umliegenden Hänge sind von Wäldern bedeckt, die das Landschaftsbild prägen.
Die ersten Siedler kamen im 15. Jahrhundert aus zwei Richtungen: Bauern aus dem schlesischen Flachland und Walachen aus den Karpaten. Sie vermischten sich und übernahmen Teile ihrer Trachten und Glaubensvorstellungen. Urkundlich erwähnt wird Istebna erstmals 1577, als es zum Herzogtum Teschen gehörte. Die Bewohner waren lange als Hirten tätig und fertigten Schindeln, bevor Holzflößerei nach Teschen zur Hauptbeschäftigung wurde. Ein frühes Zeichen der Gemeinde war ein Siegel mit einer Ziege, die an einem Baum nagt.
Heute ist Istebna bekannt für seine traditionellen Holzblockhäuser und mehrere Museen, die das Leben und die Kunst der Region zeigen. Die katholische Kirche zum Guten Hirten stammt aus dem späten 18. Jahrhundert und birgt barocke Ausstattung. Auch eine evangelische Kirche und eine historische Schrotholzkirche, die aus Przyszowice hierher versetzt wurde, prägen das Ortsbild. Der Gebirgspass Kubalonka verbindet die Täler von Weichsel und Olsa und macht den Ort zu einem Zentrum für Wintersport und Wandertourismus.