Jablunkov liegt in den Beskiden, wo die Lomna in die Olsa mündet. Die Stadt befindet sich in der Jablunkauer Furche, umgeben von den Schlesischen und Mährisch-Schlesischen Beskiden. Sie ist nur wenige Kilometer von der polnischen und slowakischen Grenze entfernt und liegt südöstlich von Třinec. Zu den Nachbarorten zählen unter anderem Nawsie im Norden und Mosty u Jablunkova im Süden.
Erstmals erwähnt wurde Jablunkov im Jahr 1423, als es noch zu den schlesischen Besitzungen des Herzogs Wenzel I. gehörte. Der Name leitet sich von „Apfelbaum“ ab und spiegelt sich im Stadtwappen wider. Nach der Zerstörung durch ungarische Truppen im 15. Jahrhundert wurde der Ort an heutiger Stelle neu aufgebaut. Seit dem 16. Jahrhundert besitzt Jablunkov Stadtrechte, doch prägend war auch die wechselvolle Geschichte nach dem Münchner Abkommen, als die Stadt zeitweise zu Polen gehörte und später unter deutscher Verwaltung stand. Heute lebt hier eine polnischsprachige Minderheit.
Die Stadt beeindruckt mit ihrem Marienplatz, der von einer barocken Säule und einem Brunnen geprägt ist. Das Rathaus aus dem Jahr 1904 zeigt den typischen Secessionsstil. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Fronleichnamskirche, das Kloster St. Elisabeth und ein jüdischer Friedhof. Bekannt ist Jablunkov auch für seine Lungenklinik, die auf eine lange Tradition in der Behandlung von Atemwegserkrankungen zurückgeht. Persönlichkeiten wie der Paläontologe Maximilian Hantken oder der Ingenieur Cornelius Netter stammen aus dieser Region.