Die Insel Hiddensee liegt in Mecklenburg-Vorpommern und gehört zum Amt West-Rügen. Sie wird von den Boddengewässern Schaproder Bodden und Vitter Bodden im Osten sowie dem Gellenstrom im Süden begrenzt, während die offene Ostsee die West- und Nordseite bildet. Neben der Hauptinsel umfasst die Gemeinde weitere unbewohnte Inseln wie Fährinsel und Gänsewerder. Die Insel gliedert sich in die vier Ortsteile Grieben, Kloster, Vitte und Neuendorf, wobei Vitte als Hauptort und größter Ort gilt.
Der Name Hiddensee geht auf alte nordische Überlieferungen zurück, in denen die Insel als „Hedinsey“ oder „Hithinsö“ erwähnt wird. Beide Bezeichnungen deuten auf eine Verbindung zum legendären Norwegerkönig Hedin hin. Unter dänischer Herrschaft war der Name „Hedins-Oe“ gebräuchlich, bevor sich im 19. Jahrhundert die heutige Form durchsetzte. Historisch lebten die Bewohner vor allem von Fischerei und Landwirtschaft, wobei die Insel lange Zeit in drei separate Gemeinden unterteilt war, die erst 1939 zur Gemeinde Hiddensee vereint wurden.
Hiddensee ist vor allem für seine kulturelle Bedeutung bekannt. In Kloster befinden sich das Gerhart-Hauptmann-Haus, die Inselkirche und der Inselfriedhof mit Gräbern bekannter Persönlichkeiten wie Gerhart Hauptmann und Walter Felsenstein. Vitte beherbergt das Rathaus, den Fähranleger und das älteste erhaltene Haus der Insel, das „Hexenhaus“. Die Landschaft wird von Heidelandschaften, dem Dornbusch als höchste Erhebung und dem Gellen geprägt, einem wichtigen Vogelschutzgebiet. Regelmäßige Veranstaltungen wie das Zeltkino und die Seebühne prägen das kulturelle Leben.