Helgoland ist eine kleine Inselgruppe in der Nordsee, etwa fünfzig Kilometer von der schleswig-holsteinischen Küste entfernt. Die Hauptinsel und ihre flachere Nachbarinsel Düne entstanden durch den Zerfall einer größeren Landmasse bei einer Sturmflut vor Jahrhunderten. Heute leben hier rund tausend Menschen in einer Gemeinde, die steuerlich besondere Regeln hat und nicht zum Zollgebiet der Europäischen Union gehört.
Die Insel war schon früh besiedelt, doch ihr Name wechselte über die Jahrhunderte zwischen verschiedenen Deutungen. Manche sahen darin ein „heilig Land“, andere leiteten ihn von friesischen Wörtern für hohes Land ab. Ihre heutige Gestalt prägten auch militärische Ereignisse, etwa die Sprengung von Bunkeranlagen nach dem Zweiten Weltkrieg, die das Landschaftsbild veränderte.
Helgoland ist vor allem für seine steilen Klippen und markanten Felsformationen bekannt, darunter der berühmte Brandungspfeiler Lange Anna. Die Insel bietet ein mildes Seeklima mit wenig Temperaturextremen und beherbergt ungewöhnliche Pflanzen wie alte Feigen- und Maulbeerbäume. Als einzige deutsche Hochseeinsel zieht sie Besucher mit ihrem besonderen Charme und ihrer abgeschiedenen Lage an.