Hazebrouck liegt in Französisch-Flandern, eingebettet in die flache Landschaft des Houtland am Fuß der sanften Hügel der Monts de Flandre. Der Ort wird von mehreren Wasserläufen durchzogen, darunter der Bourre, ein Nebenfluss der Leie, der im Norden die Grenze bildet und das Gemeindegebiet im Osten durchquert. Zahlreiche Bäche wie die Becque de la Bréarde oder der Canal d’Hazebrouck prägen das Bild. Die Stadt selbst erhebt sich auf etwa 25 Metern Höhe, während die Landschaft im Südwesten bis auf 66 Meter ansteigt und im Südosten auf 17 Meter abfällt.
Der Name der Stadt geht auf eine mittelalterliche Rodungssiedlung zurück, die von Mönchen im sumpfigen Waldland angelegt wurde. Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1122 als „Hasbruc“. Im 16. Jahrhundert trieb ein von König Philipp II. von Spanien angelegter Kanal die Textilindustrie voran, später wurde die Eisenbahn zum entscheidenden Wirtschaftsfaktor. Während der Weltkriege spielte Hazebrouck als Nachschubposten und strategischer Ort eine wichtige Rolle, besonders in den Kämpfen von 1918.
Heute prägen historische Bauwerke wie die Kirche Saint-Éloi aus dem 15. Jahrhundert oder die moderne Pfarrkirche Notre-Dame-de-Lourdes das Stadtbild. Eine mittelalterliche Erdhügelburg im Weiler Hofland steht unter Denkmalschutz. Persönlichkeiten wie der Rennfahrer François Delecour oder der Fußballspieler Jean Vercruysse stammen von hier. Die Stadt verbindet ihre flämischen Wurzeln mit moderner Infrastruktur, darunter ein TGV-Anschluss nach Paris und grenzüberschreitende Busverbindungen nach Belgien.