Sehenswürdigkeiten in Bergues
Bergues liegt in der flachen Küstenlandschaft Blootland, die sich ohne Gehölze zwischen der französischen Kanalküste und Belgien ausdehnt. Die Stadt schmiegt sich an den Groënberg, einen grünen Hügel, der ihr den Namen gab. Umgeben von Kanälen wie der Colme und dem Canal de Bergues, ist sie etwa zehn Kilometer von Dunkerque entfernt und nur fünfzehn Kilometer von der belgischen Grenze entfernt. Nachbarorte sind im Osten Hoymille, im Süden Socx und im Westen Bierne.
Erstmals erwähnt wurde Bergues im Jahr als Gruonoberg, was „Grüner Berg“ bedeutet. Graf Balduin II. von Flandern ließ hier im späten 9. Jahrhundert eine Stadtmauer errichten und gründete eine Kirche, die später zur Abtei des heiligen Winoc wurde. Im Mittelalter blühte die Wollindustrie, und die Stadt erhielt Handelsprivilegien. Doch Kriege und Brände prägten ihre Geschichte: Engländer, Franzosen und Spanier kämpften um Bergues, bis es schließlich 1668 dauerhaft zu Frankreich kam. Vauban verstärkte die Befestigungen, doch der Aufstieg Dunkerques als Hafen ließ Bergues an Bedeutung verlieren.
Heute beeindruckt die Stadt mit ihrer mittelalterlichen Stadtmauer, die Vauban erweiterte, und dem wiederaufgebauten Belfried, der zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Vom zerstörten Kloster Saint-Winoc steht noch der Tour Carrée, ein romanischer Turm aus dem 12. Jahrhundert. Die Kirche Saint-Martin, mehrfach wiederaufgebaut, und fünf erhaltene Stadttore zeugen von der bewegten Vergangenheit. Bekannt wurde Bergues auch als Schauplatz der Komödie „Willkommen bei den Sch’tis“.
📋 Zahlen & Fakten
- Einwohner
- 3.525
- Fläche
- 1,32 km²
- Seehöhe
- 22 m
- Bezirk
- arrondissement de Dunkerque
- Website
- bergues.fr
🗺 Auf der Karte
✨ Sehenswürdigkeiten
3🧭 Auch interessant in der Nähe
Daten aus Wikidata und OpenStreetMap, Bilder von Wikimedia Commons. Mehr dazu unter Über uns.