Havířov liegt im mährisch-schlesischen Industriegebiet an der Mündung der Sušanka in die Lučina. Die Stadt grenzt im Norden an Bergbauregionen wie Petřvald und Karviná, im Westen an Šenov und Václavovice. Die Landschaft ist leicht hügelig mit zahlreichen Bach- und Flusstälern, durchzogen von wichtigen Verkehrswegen wie der Eisenbahnverbindung Ostrava–Český Těšín.
Die Wurzeln der heutigen Stadt reichen bis ins frühe 14. Jahrhundert zurück, als Orte wie Horní und Dolní Suchá erstmals erwähnt wurden. Šumbark taucht 1335 in Urkunden auf und trug zeitweise Stadtrechte, während Šenov und Bludovice ebenfalls auf mittelalterliche Siedlungen zurückgehen. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert waren die späteren Stadtteile mehrheitlich polnischsprachig, was nach dem Ersten Weltkrieg politische Bedeutung erlangte. 1955 entstand Havířov als geplante Bergbausiedlung aus Teilen von Šumbark, Dolní Bludovice und Šenov und entwickelte sich zu einer sauberen Wohnstadt mit guter Infrastruktur.
Heute prägen das Schloss Šumbark und das tschechisch-deutsche Begegnungszentrum das Stadtbild. Havířov ist bekannt für seine hochwertigen Wohnviertel und die Nähe zu Erholungsgebieten. Die Stadt beherbergt zahlreiche Persönlichkeiten aus Sport und Kultur, darunter Eishockeyspieler wie David Pastrňák und den Sprinter Pavel Maslák. Als größte Stadt der tschechischen Seite der Euroregion Teschener Schlesien pflegt sie enge Verbindungen zu Partnerstädten wie Harlow in Großbritannien und Jastrzębie-Zdrój in Polen.