Hagen liegt am Südostrand des Ruhrgebiets und gilt als Tor zum Sauerland. Mit einer Fläche von etwa 160 Quadratkilometern erstreckt sich die Stadt über eine hügelige Landschaft, in der Wälder fast die Hälfte des Gebiets bedecken. Vier Flüsse durchziehen das Stadtgebiet: Ruhr, Lenne, Volme und Ennepe, die zusammen über 50 Kilometer an Wasserläufen bilden. Der tiefste Punkt liegt bei 86 Metern über dem Meeresspiegel, der höchste erreicht 438 Meter – ein Höhenunterschied von 352 Metern.
Erstmals erwähnt wird der Ort im 12. Jahrhundert, doch schon 775 spielte die Region eine Rolle, als Karl der Große die nahegelegene Hohensyburg eroberte. Wirtschaftlich gewann Hagen durch die Klingenschmied-Siedlung Lange Riege im 17. Jahrhundert an Bedeutung, die entlang der Volme entstand. Nach einem verheerenden Brand 1724 half die preußische Verwaltung beim Wiederaufbau. Die Stadtrechte erhielt Hagen vermutlich im 18. Jahrhundert, doch ein genaues Datum ist nicht überliefert.
Heute ist Hagen bekannt als Sitz der einzigen staatlichen Fernuniversität Deutschlands, wovon auch der Namenszusatz „Stadt der FernUniversität“ zeugt. Die Stadt beherbergt bedeutende Gerichte und Institute, darunter ein Landgericht und ein Arbeitsgericht. Geologisch und paläontologisch ist die Region von internationaler Bedeutung, da hier Fossilien aus dem Devon und Karbon gefunden wurden. Im Museum für Ur- und Frühgeschichte im Wasserschloss Werdringen sind diese Funde ausgestellt.