Großweikersdorf liegt im westlichen Weinviertel Niederösterreichs, wo die Schmida aus ihrem Tal in das Tullnerfeld mündet. Rund zweihundert Meter über dem Meeresspiegel breitet sich die Talsenke aus, während sich das Gelände nach Osten und Nordwesten zu bewaldeten Höhen von etwa 350 Metern erhebt. Die Marktgemeinde umfasst etwa 43 Quadratkilometer, wobei der Großteil landwirtschaftlich genutzt wird und ein kleinerer Teil mit Weingärten und Wäldern bedeckt ist.
Frühe Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Jungsteinzeit zurück, wie Funde bei Ruppersthal und Großweikersdorf belegen. Urkundlich erstmals erwähnt wird Wiesendorf im frühen 12. Jahrhundert, als ein Hof an das Stift Göttweig übergeben wurde. Im 13. Jahrhundert sind bereits ein Landgericht und ein Marktgericht in Weikersdorf nachweisbar. Die Geschichte des Ortes war über Jahrhunderte mit Adelsfamilien wie den Grafen von Hardegg und später den Grafen Verdenberg verbunden, bis die Gemeinde 1849/50 ihre heutige Form erhielt.
Besonders geprägt ist der Ort durch seine barocke Pfarrkirche aus dem 18. Jahrhundert, die im Frühklassizismus entstand und später um einen neobarocken Turm erweitert wurde. Ein Museum erinnert an den Komponisten Ignaz Josef Pleyel, der hier geboren wurde. Die Gemeinde verbindet ländliche Tradition mit moderner Infrastruktur, darunter ein Bahnhof an der Franz-Josefs-Bahn und eine gute Anbindung an überregionale Straßen.