Glarus liegt im Herzen des gleichnamigen Kantons, eingebettet zwischen dem Vorderglärnisch und dem Bächistock, dessen Gipfel fast 3000 Meter über dem Meer erreicht. Die Linth durchfließt den Ort, der von Glarus Nord, Glarus Süd sowie den Schwyzer Gemeinden Muotathal und Innerthal umgeben ist. Das Klima ist gemäßigt, mit kühlen Wintern und warmen Sommern, in denen gelegentlich Hitzetage auftreten.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung stammen aus dem frühen Mittelalter, doch schriftlich erwähnt wird Glarus erstmals im achten Jahrhundert als *Clarona*. Lange Zeit stand der Ort unter der Herrschaft des Klosters Säckingen, bis er sich 1388 von dieser lösen konnte. Die Landsgemeinde, eine einzigartige politische Institution, entstand hier bereits im 14. Jahrhundert und prägt bis heute das öffentliche Leben. Bekannte Persönlichkeiten wie der Reformator Ulrich Zwingli wirkten zeitweise in Glarus, während später auch bedeutende Unternehmer und Künstler aus der Stadt hervorgingen.
Heute besticht Glarus durch sein geometrisches Stadtbild, das nach dem verheerenden Brand von 1861 nach einem rechteckigen Plan neu errichtet wurde. Zu den markanten Bauwerken zählen die Stadtkirche, die Fridolinskirche und das Kunsthaus. Die Stadt pflegt Partnerschaften mit Kobryn in Belarus und Wiesbaden-Biebrich in Deutschland. Persönlichkeiten wie die Schriftstellerin Eveline Hasler oder der Filmproduzent Erwin C. Dietrich verbinden ihren Namen mit Glarus, das auch als Tor zu den umliegenden Bergen und Tälern gilt.