Geretsberg liegt im oberösterreichischen Innviertel auf etwa 500 Metern Höhe, umgeben von ausgedehnten Wäldern und moorigen Flächen. Die Gemeinde erstreckt sich zwischen dem Weilhartsforst und dem Ibmer Moor, geprägt von einer hügeligen Landschaft, die der Salzachgletscher während der Eiszeit formte. Fast siebzig Prozent des Gebiets sind bewaldet, während knapp ein Drittel landwirtschaftlich genutzt wird.
Ursprünglich gehörte der Ort zu Bayern, bis er 1779 mit dem Innviertel an Österreich fiel. Nach kurzer Zugehörigkeit zu Bayern während der Napoleonischen Kriege ist Geretsberg seit 1814 fester Bestandteil Oberösterreichs. Bei Bauarbeiten im Weilhartsforst stieß man auf eine römische Münze, die auf frühere Besiedlung hindeutet.
Die Gemeinde ist bekannt für ihre katholische Pfarrkirche und die Trachtenmusikkapelle, die mit ihren Auftritten überregional Anerkennung findet. Wanderer und Radfahrer schätzen die Naturlandschaft, besonders das Friedenspanorama mit Blick auf die Alpen. Im Fußball ist Geretsberg durch ein erfolgreiches Nachwuchsturnier und eine starke Frauenmannschaft vertreten.