Eggelsberg liegt im oberösterreichischen Innviertel auf einer Höhe von 535 Metern. Die Gemeinde erstreckt sich über etwa sieben Kilometer von Nord nach Süd und fast sieben Kilometer von West nach Ost. Fast siebzig Prozent der Fläche werden landwirtschaftlich genutzt, während ein Fünftel aus Wald besteht. Besonders bekannt ist das Ibmer Moor, das größte zusammenhängende Moorgebiet Österreichs und teilweise zum Gemeindegebiet gehört. Am Rande des Moores liegt der Heratinger See mit seinem Strandbad, der zusammen mit dem Moorlehrpfad und dem Seeleitensee zu den beliebten Ausflugszielen zählt.
Erstmals erwähnt wurde Eggelsberg im Jahr 1143 unter dem Namen Ekkoltspering. Im 15. Jahrhundert entstand die heutige Pfarrkirche, die bis heute als ehemalige Wallfahrtskirche gilt. Über Jahrhunderte gehörte der Ort zu Bayern, bis er 1779 durch den Frieden von Teschen an Österreich fiel. Nach einer kurzen Phase unter französischer Besatzung während der Napoleonischen Kriege wurde Eggelsberg 1814 endgültig Teil Oberösterreichs. Ein tragisches Ereignis war 1988 der Absturz eines Militärflugzeugs, bei dem der Pilot ums Leben kam.
Die markante Pfarrkirche mit ihrem barockisierten Innenraum und dem Turm aus dem 18. Jahrhundert prägt das Ortsbild. Daneben locken der Moorwanderweg durch das Ibmer Moor und der Heratinger See Besucher an. Die Brauerei Schnaitl mit ihren Führungen und der historische Braugasthof sind weitere Anziehungspunkte. Persönlichkeiten wie der Komponist Oliver Pum oder die Schriftstellerin Doris Fürk-Hochradl stammen aus Eggelsberg. Die Gemeinde pflegt eine enge Verbindung zur Tourismusregion Seelentium und setzt auf Naturerlebnisse und kulturelle Angebote.