An der Südküste Cornwalls liegt Fowey, eine Kleinstadt, die sich an steilen Hügeln am Westufer des River Fowey entlangzieht. Die Mündung des Flusses in den Ärmelkanal bildet einen geschützten Naturhafen, gegenüber liegen die Dörfer Bodinnick und Polruan. Die Landschaft gehört zu den als Area of Outstanding Natural Beauty ausgewiesenen Regionen, und große Teile des Ufers werden vom National Trust betreut.
Erstmals gewann Fowey an Bedeutung, als es im 13. Jahrhundert als Handelshafen und Stützpunkt für Freibeuter diente. Die Stadt wurde zum Piratenstützpunkt und erlebte durch Beutegut einen wirtschaftlichen Aufschwung, bis sie im 15. Jahrhundert niedergebrannt wurde. Später verlor Fowey seine führende Rolle im Schiffsverkehr an Truro, doch der Hafen blieb wichtig für den Handel mit Nordfrankreich. Im 19. Jahrhundert brachte der Ausbau des Hafens und der Eisenbahn einen neuen Aufschwung, als Fowey zum Exporthafen für Kaolin wurde.
Fowey ist bekannt für seine historische Pfarrkirche St Fimbarrus Church, die auf eine Kapelle aus dem 6. Jahrhundert zurückgeht. Das Anwesen Place House, seit dem 13. Jahrhundert im Besitz der Familie Treffry, prägt das Bild der Stadt. Die Schriftstellerin Daphne du Maurier lebte hier und ließ sich von Menabilly zu ihrem Roman „Rebecca“ inspirieren. Jährlich zieht die Fowey Royal Regatta Segler und Besucher an, und das Fowey Festival of Words and Music ehrt die Verbindung zur berühmten Autorin.