Dilbeek liegt am Rande der Region Brüssel-Hauptstadt, eingebettet im Pajottenland, einer ländlich geprägten Gegend mit Feldern und sanften Hügeln. Die Gemeinde grenzt direkt an mehrere Brüsseler Vororte wie Berchem-Sainte-Agathe und Molenbeek-Saint-Jean und wird von der Ringautobahn R0 durchzogen, die sich hier mit der A10 kreuzt. Neben dem Hauptort umfasst Dilbeek sechs weitere Dörfer, darunter Groot-Bijgaarden mit seinem historischen Kern und Sint-Ulriks-Kapelle, das für seine ländliche Atmosphäre bekannt ist.
Die Wurzeln Dilbeeks reichen bis ins Mittelalter zurück, als der Ort erstmals als Dedelbeccha erwähnt wurde. Prägend war die Legende der heiligen Alena, einer Märtyrerin des 7. Jahrhunderts, deren Leben mit Dilbeek verbunden ist. Im 12. Jahrhundert entstand in Groot-Bijgaarden ein Kloster unter der Leitung der heiligen Wivina, das bis zur Französischen Revolution bestand. Die Region wechselte mehrfach die Herrschaft, von den Herzögen von Brabant bis zu den Grafen von Leuven, und erlebte im 16. Jahrhundert Zerstörungen durch religiöse Konflikte.
Heute ist Dilbeek vor allem eine Wohngegend mit erhaltenen ländlichen Strukturen und einigen Industriezonen. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen das Schloss Groot-Bijgaarden aus dem 17. Jahrhundert und das de Viron-Schloss, das auf den Ruinen einer mittelalterlichen Festung errichtet wurde. Ein besonderes Highlight ist das jährliche Vijverfestival, bei dem Bands auf einer schwimmenden Bühne am Teich hinter dem Rathaus auftreten. Berühmte Persönlichkeiten wie der Radrennfahrer Romain Maes oder der Komiker Urbanus stammen aus dieser Gemeinde, die auch für ihre Brauereien und das einzige funktionierende Wasserrad im Pajottenland bekannt ist.