Cheillé liegt in der sanften Hügellandschaft der Touraine, etwa einen Tagesritt südwestlich von Tours entfernt. Die Gemeinde wird von Flüssen und sanften Tälern durchzogen, während im Norden und Osten Nachbarorte wie Azay-le-Rideau und Saché an sie grenzen. Im Süden und Westen öffnet sich die Landschaft zu weiteren kleinen Dörfern und Weinbergen.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung reichen weit zurück, doch die heutige Gemeinde entstand aus ländlichen Strukturen der Region. Früher lebte die Bevölkerung vor allem von Ackerbau und Weinbau, während später auch Handwerk und Handel eine Rolle spielten. Die Nähe zu Tours und wichtigen Handelswegen prägte das Leben hier über Jahrhunderte.
Heute ist Cheillé vor allem für seine historischen Bauwerke bekannt. Die romanische Kirche Saint-Didier aus dem Mittelalter steht im Zentrum und erinnert an die lange Geschichte des Ortes. Mehrere Schlösser wie La Coir-au-Berruyer und L’Islette zeugen von der einstigen Bedeutung der Region. Eine uralte Kastanie und malerische Flusslandschaften laden zum Verweilen ein. Partnerschaften mit Gemeinden in Belgien, Großbritannien, Portugal und Polen zeigen die internationale Verbundenheit.