Cascina liegt in der Toskana, etwa sechzig Kilometer westlich von Florenz und dreizehn Kilometer südöstlich von Pisa. Die Gemeinde erstreckt sich über rund achtzig Quadratkilometer und ist von sanften Hügeln und dem Fluss Arno geprägt, der etwa zwanzig Kilometer entfernt ins Mittelmeer mündet. Zu den zahlreichen Ortsteilen zählen unter anderem Ripoli, Latignano und San Frediano a Settimo, während im Norden Calcinaia und im Süden Pontedera angrenzen.
Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem achten Jahrhundert, als ein Dokument des Bischofs von Pisa die Kirche Santa Maria di Cassina nennt. Im Jahr 1364 wurde nahe der Stadt die Schlacht von Cascina ausgetragen, in der florentinische Truppen siegten und Pisa schwere Verluste erlitt. Obwohl der Ort zunächst unter pisanischer Herrschaft blieb, wechselte er später mehrfach zwischen Pisa und Florenz, bis er schließlich dauerhaft zu Florenz kam. Berühmte Persönlichkeiten wie Michelangelo erhielten hier Aufträge, etwa für ein unvollendetes Wandgemälde in Florenz.
Der Hauptort besticht durch historische Bauwerke wie die Pieve di San Giovanni e Santa Maria Assunta aus dem neunten Jahrhundert und den Uhrturm Torre dell’Orologio. Im Umland finden sich weitere Kirchen und Abteien, darunter die Badia di San Savino im Ortsteil Montione. Die Region lebt auch vom Tourismus, da viele Besucher der nahen Stadt Pisa in Cascina Unterkunft finden. Die gute Verkehrsanbindung durch Bahn und Autobahn verbindet den Ort mit Florenz und der Küste.