Brüssel ist die Hauptstadt Belgiens und eine der 19 Gemeinden der Region Brüssel-Hauptstadt. Das Siedlungsgebiet der Region zählt über eine Million Einwohner, während die Stadt selbst auf 32 Quadratkilometern etwa 197.000 Menschen beherbergt. Im Norden grenzt die Stadt an die flämische Provinz Brabant, im Süden und Westen an Gemeinden wie Anderlecht, Saint-Gilles und Uccle.
Die Stadt erhielt 1229 Stadtrechte und wuchs schnell um den Großen Markt, wo sich Handwerker ansiedelten. Ein erster Mauerring umschloss die Siedlung, später folgte ein zweiter, von dem heute noch das Hallesche Tor steht. Im 15. Jahrhundert entstand das gotische Rathaus, und die Zunfthäuser prägten das Bild des Grand-Place. Nach der Zerstörung durch französische Truppen im 17. Jahrhundert wurde der Platz im barocken Stil wiederaufgebaut. Im 19. und 20 Jahrhundert entwickelte sich Brüssel zur politischen Metropole, etwa durch die Eingemeindung des Europaviertels und die Ansiedlung internationaler Institutionen wie der EU und der NATO.
Das Stadtzentrum, auch Pentagon genannt, ist von historischen Bauwerken wie dem Rathaus, der Börse und dem Manneken Pis geprägt. Der Stadtteil Laeken beherbergt das Atomium, das königliche Schloss und das Messegelände. In Neder-Over-Heembeek, der ältesten Gemeinde der Region, steht ein Militärkrankenhaus. Die Stadt verbindet mittelalterliches Flair mit moderner Politik und internationalem Einfluss.