Brienz liegt im Berner Oberland am Nordufer des Brienzersees, umgeben von hohen Bergen wie dem Brienzer Rothorn und dem Schwarzhorn. Die Gemeinde erstreckt sich von den Ufern des Sees bis in alpine Höhen und grenzt an mehrere Nachbargemeinden sowie an die Kantone Luzern und Obwalden. Mit seinen fünf Alpweiden und einer Fläche von über fünf Quadratkilometern bietet die Landschaft sowohl sanfte Hänge als auch steile Grate.
Erstmals erwähnt wurde Brienz im Jahr als Siedlung auf einer Anhöhe, deren Name sich aus dem Keltischen ableitet. Im Mittelalter entwickelte sich der Ort zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt, besonders durch seine Lage am See und an alten Handelswegen. Später prägten Holzschnitzerei und Tourismus die Entwicklung, nachdem eine Hungersnot im frühen 19. Jahrhundert die Bewohner zu neuen Einnahmequellen zwang.
Heute ist Brienz bekannt für seine Holzschnitzkunst und die traditionsreichen Handwerksausbildungen wie die Holzbildhauerei und den Geigenbau. Der Briensermärt, ein alter Markt mit regionalen Spezialitäten, findet zweimal jährlich statt. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen die Brienz-Rothorn-Bahn, das Freilichtmuseum Ballenberg und die Giessbachfälle mit ihrem historischen Grandhotel. Die malerische Seepromenade und der Wildpark oberhalb des Bahnhofs laden zum Verweilen ein.