Bochnia liegt in der malerischen Landschaft Kleinpolens, etwa vierzig Kilometer östlich von Krakau, am Ufer der Raba. Die Stadt ist bekannt für ihr historisches Salzbergwerk, das seit Jahrhunderten prägend für die Region ist und heute zum UNESCO-Welterbe zählt.
Erstmals erwähnt wurde Bochnia im Jahr 1198 als Ort der Salzförderung. Der Ort erlebte einen bedeutenden Aufschwung, als der Salzabbau intensiviert wurde, und erhielt bereits 1253 das Stadtrecht nach Magdeburger Recht. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich Bochnia zu einem Zentrum des Bergbaus und Handwerks, insbesondere der Tuchproduktion. Die Stadt war auch ein Schauplatz religiöser und politischer Umbrüche, etwa während der Reformation oder der Teilungen Polens, als sie unter österreichische Herrschaft geriet.
Heute besticht Bochnia durch seine historische Altstadt und das weltberühmte Salzbergwerk. Persönlichkeiten wie die Schauspielerin Helena Modrzejewska oder der Schachmeister Salo Landau prägten die Stadt. Zudem pflegt Bochnia partnerschaftliche Beziehungen zu Städten wie Bad Salzdetfurth in Deutschland und Kežmarok in der Slowakei.