Bayac liegt im Südwesten Frankreichs, in einer hügeligen, von Wäldern geprägten Landschaft des Périgord pourpre. Die Gemeinde wird vom Fluss Couze durchzogen, der das Gemeindegebiet von Südost nach Nordwest durchfließt und in die Dordogne mündet. Die höchste Erhebung erreicht 173 Meter im Süden, während das Tal der Couze auf 42 Meter absinkt. Rund zwei Drittel der Fläche sind bewaldet, der Rest wird landwirtschaftlich genutzt.
Erstmals schriftlich erwähnt wurde Bayac im Jahr als Hospitium de Bayaco, ein mittelalterlicher Zufluchtsort, der auf ältere Wurzeln zurückgeht. Der Name leitet sich vermutlich von einem gallorömischen Besitzer namens Bajus ab. Eine prägende Epoche war die Jungsteinzeit, als hier die nach der Fundstätte benannte Kultur des Gravettien entstand. Später war das Gebiet Schauplatz der Hugenottenkriege, als protestantische Truppen das nahegelegene Schloss belagerten.
Das Schloss Bayac, einst ein Rückzugsort der Kastellanei von Couze, zeugt mit seinem runden Turm und Wehrgängen von der bewegten Geschichte. Die Pfarrkirche Saint-Pierre-ès-Liens entstand im 19. Jahrhundert anstelle einer älteren Kirche, während die archäologische Stätte La Gravette mit ihren Feuersteinwerkzeugen zu den bedeutendsten prähistorischen Fundorten zählt. Wirtschaftlich lebt die Gemeinde heute von Landwirtschaft und Tourismus.