Baud liegt mitten in der Bretagne, wo sich sanfte Hügel und Flusstäler abwechseln. Der Blavet schlängelt sich im Westen vorbei, während der Ével die Gemeinde im Süden und Osten umarmt. Nachbarorte wie Saint-Barthélemy im Norden oder Pluvigner im Süden zeigen die enge Verflechtung mit der Region. Durch das Gebiet ziehen wichtige Straßen, die Lorient mit Rennes verbinden und Auray mit Pontivy verknüpfen.
Erstmals taucht der Name im Zusammenhang mit der historischen Landschaft Bro Baod auf, die zur bretonischen Region Vannetais gehörte. Im 19. Jahrhundert verlor Baud einen Teil seines Gebiets, als sich Saint-Barthélemy abspaltete. Eine Eisenbahnstrecke der Chemins de fer du Morbihan führte einst durch das Tal und verband Auray mit Pontivy, wobei ein Bahnhof in Baud Halt machte.
Besondere Aufmerksamkeit zieht die Venus von Quinipily auf sich, eine Skulptur im Schlosspark. Die Kapelle de la Clarté dient heute als Pfarrkirche, während die Kapelle Saint-Adrien mit ihrer heilkräftigen Quelle Besucher anzieht. Ein Museum zeigt Ansichtskarten, die das ländliche Leben dokumentieren, und ein altes Galeriegrab erinnert an die frühe Besiedlung. Zahlreiche Kreuze und Wegzeichen prägen die Landschaft.