Autoire liegt versteckt im Nordosten des Quercy, einer Region in Okzitanien, die für ihre landschaftliche Schönheit und kulinarischen Schätze bekannt ist. Nur etwa acht Kilometer von der Kantonsstadt Saint-Céré entfernt, ist der Ort umgeben von weiteren malerischen Dörfern wie Loubressac, Carennac und Martel. Ein besonderes Highlight ist der Cirque d’Autoire, ein Talkessel, der an ein natürliches Amphitheater erinnert und mit einem Wasserfall aufwartet.
Die Geschichte des Ortes ist wenig dokumentiert, doch er gehörte einst zur Vizegrafschaft Turenne. Im Gegensatz zu vielen anderen Orten der Region blieb Autoire von den Wirren des Hundertjährigen Krieges und der Hugenottenkriege weitgehend verschont. Die wirtschaftliche Entwicklung wurde jedoch von der Reblauskrise und der Mechanisierung der Landwirtschaft geprägt, was zu einem deutlichen Bevölkerungsrückgang führte. Heute lebt der Ort vor allem vom Tourismus, wobei Hotels und Restaurants die wichtigsten Einnahmequellen sind.
Autoire besticht durch sein gut erhaltenes mittelalterliches Ortsbild mit Naturstein- und Fachwerkfassaden. Besonders sehenswert sind das Château des Anglais aus dem 11. Jahrhundert, das Château de Bousqueilles, heute ein Hotel, und das Château de Limargue mit seinem markanten Rundturm. Die Kirche Saint-Pierre, deren romanische Teile aus dem 12. Jahrhundert stammen, rundet das Bild ab. Der Ort zählt zu den „Schönsten Dörfern Frankreichs“ und zieht mit seiner idyllischen Lage und den historischen Bauwerken Besucher an.