Auch liegt im Südwesten Frankreichs am Fluss Gers auf etwa 145 Metern Höhe. Die Stadt ist von einem gemäßigten Klima geprägt, mit jährlich rund 755 Millimetern Regen, der sich über das ganze Jahr verteilt. Nicht weit entfernt liegt Toulouse, etwa achtzig Kilometer entfernt.
Die Wurzeln der Stadt reichen bis in die Zeit der römischen Eroberung Galliens zurück. Damals bewohnten die Auscer, ein aquitanischer Stamm, die Gegend. Die Römer nannten den Ort Augusta Auscorum, später wurde er zum Sitz eines Bischofs und schließlich eines Erzbischofs. Im Mittelalter wechselte die Herrschaft zwischen Westgoten, Franken und Sarazenen, bis die Stadt nach Zerstörungen neu aufgebaut wurde. Die Grafen von Armagnac prägten die Stadt, und die Erzbischöfe stritten mit den Mönchen der Abtei Saint Orens um Einfluss. Im Hundertjährigen Krieg wechselte Auch mehrfach die Besitzer, bis es schließlich unter französische Herrschaft kam.
Heute ist die Stadt vor allem für ihre spätgotische Kathedrale Sainte-Marie bekannt, die zum UNESCO-Welterbe zählt. Ein markantes Bauwerk ist der Gefängnisturm Tour d’Armagnac, der über eine monumentale Treppe mit der Statue des Musketiers d’Artagnan verbunden ist. Das Rathaus und das ehemalige erzbischöfliche Palais zeugen von der historischen Bedeutung der Stadt. Auch war die Hauptstadt der Gascogne und ist heute Sitz des Départements Gers.