Asse liegt in der flämischen Region Belgiens, genauer in der Provinz Flämisch-Brabant, und ist Teil des Arrondissements Halle-Vilvoorde. Die Gemeinde setzt sich aus fünf Teilgemeinden zusammen und bildet den Hauptort eines gleichnamigen Kantons. Eine wichtige Verkehrsader ist die Eisenbahnstrecke, die mehrere belgische Städte verbindet und an der auch der Bahnhof Asse liegt.
Die Geschichte des Ortes reicht weit zurück: Schon die Nervier, ein keltischer Stamm, besiedelten das Gebiet, und später verband eine Römerstraße Asse mit Bavay. Urkundlich erstmals erwähnt wurde der Ort im frühen elften Jahrhundert, als er durch einen Tausch zwischen dem Grafen von Löwen und einem anderen Herrscher in den Besitz der Löwen gelangte. Im Mittelalter gehörte Asse zur Landgrafschaft Brabant, doch seine Lage machte ihn immer wieder zum Ziel von Angriffen und Zerstörungen. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg setzte eine Phase der Industrialisierung ein, die das Gesicht des Ortes veränderte.
Heute ist Asse bekannt für seine kulturelle Vielfalt und seine sportlichen Talente. Mehrere Persönlichkeiten stammen aus der Gemeinde, darunter erfolgreiche Fußballspieler, Radrennfahrer und Schauspieler. Das Wappen zeigt einen silbernen Löwen auf schwarzem Grund. Eine Partnerschaft verbindet Asse mit der deutschen Gemeinde Ilsede. Um die niederländische Sprache zu fördern, bietet die Gemeinde Sprachkurse an und setzt auf eine Imagekampagne.