Arles-sur-Tech liegt im südfranzösischen Département Pyrénées-Orientales, eingebettet in eine hügelige Landschaft am Fluss Tech. Der Ort wird von einem kleineren Zufluss, dem Riuferrer, durchzogen und befindet sich auf etwa 300 Metern Höhe über dem Meeresspiegel.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung reichen weit zurück, doch prägend wurde vor allem die Rolle während des Spanischen Bürgerkriegs. 1939 strandeten hier Zehntausende Flüchtlinge, die vor dem Krieg über die Pyrenäen flohen. In Arles-sur-Tech entstand eines der ersten improvisierten Aufnahmezentren, ein mit Stacheldraht umzäuntes Gelände ohne ausreichende Infrastruktur. Von hier aus wurden die Menschen weiter in andere Lager verteilt, oft unter unwürdigen Bedingungen.
Heute zieht der Ort Besucher mit historischen Schätzen an. Die Abtei Sainte-Marie aus dem elften Jahrhundert und die prähistorische Megalithanlage Caixa von Rotllan zeugen von einer langen Geschichte. Die Abtei, ein Bauwerk aus romanischer Zeit, prägt das Ortsbild und ist ein Zeugnis mittelalterlicher Architektur in der Region.