Anse liegt im französischen Weinbaugebiet Bourgogne, etwa 25 Kilometer nördlich von Lyon, wo der Fluss Azergues in die Saône mündet. Die Gemeinde wird von mehreren Orten umgeben, darunter Limas und Villefranche-sur-Saône im Norden, Jassans-Riottier im Nordosten und Ambérieux im Südosten. Durch Anse führt die Autoroute A6, und der örtliche Bahnhof liegt an der wichtigen Bahnstrecke Paris–Marseille.
Die Geschichte Anses reicht bis in die Römerzeit zurück, als dort im 2. Jahrhundert ein Kastell namens Asa Paulini an der Straße von Lyon nach Autun entstand. Diese befestigte Anlage prägte den Ort über Jahrhunderte hinweg. Später entwickelte sich Anse zu einem wichtigen Zentrum in der Region, wie die erhaltenen Bauwerke zeigen.
Heute ist Anse vor allem für seine historischen Sehenswürdigkeiten bekannt. Dazu gehören die Ruinen des römischen Kastells, die Kirche Saint-Pierre mit ihrem Ersatzbau und mehrere Schlösser wie das Château des Tours aus dem 13. Jahrhundert oder das Château de la Fontaine aus dem Jahr 1710. Persönlichkeiten wie der Bischof John Claude Neraz oder der Fechter Jean-Benoit Carrichon stammen aus Anse. Die Gemeinde pflegt zudem eine Partnerschaft mit der deutschen Gemeinde Loßburg.