Altstätten liegt im St. Galler Rheintal, zwischen Bodensee und Buchs, eingebettet zwischen den Vorarlberger Alpen im Westen und dem Alpstein im Osten. Die Gemeinde erstreckt sich von der Rheinebene auf etwa 410 Metern Höhe bis zum Hohen Kasten auf fast 1800 Metern, wo sich ein bekannter Aussichtsberg erhebt. Im Norden und Süden begrenzen Bergsporne wie der Kamor oder der St. Anton die Sicht, während im Osten die Ebene des Alpenrheins offen daliegt. Die Stadt selbst markiert den Übergang von der Ebene zu den Ausläufern des Gebirges.
Erste Spuren menschlicher Besiedlung finden sich aus der Jungsteinzeit, doch der Name Altstätten deutet auf eine alemannische Gründung hin, die bereits vor der urkundlichen Ersterwähnung bestand. Im Jahr 853 oder 854 wird der Ort als klösterlicher Besitz erwähnt, doch erst im 13. Jahrhundert erhob ihn der Abt von St. Gallen zur befestigten Stadt. Im Mittelalter prägten Burgen und ein ritterlicher Minnesänger das Bild, während Kriege und Brände immer wieder Zerstörung brachten. Wirtschaftlich gewann der Ort durch das Marktrecht an Bedeutung und entwickelte sich zu einem regionalen Zentrum.
Heute besticht Altstätten durch seine historische Altstadt mit Gebäuden aus der Blütezeit des Textilhandwerks im 18. Jahrhundert. Das Stadtbild wird geprägt von den Spuren wohlhabender Kaufleute, die einst mit Leinwand, Seide und später Baumwolle handelten. Ein besonderes Wahrzeichen ist der Freihof-Rathaus-Komplex, der seit 2004 die Altstadt neu belebt. Die umliegenden Berge wie der Hohe Kasten laden zu Wanderungen ein, während die Nähe zu Liechtenstein und den Appenzeller Kantonen die Region kulturell und landschaftlich bereichert.