Sehenswürdigkeiten · Selb

Selb

Kleinstadt in Bayern

Selb
H.Helmlechner CC BY-SA 4.0

Selb liegt im Nordosten Bayerns, direkt an der tschechischen Grenze, im Fichtelgebirge. Die Stadt ist von den Bergen Kornberg, Wartberg und Hengstberg umgeben und fließt durch das Stadtgebiet. Sie grenzt an Schönwald, Kirchenlamitz, Höchstädt im Fichtelgebirge und Aš. Die Stadt ist Teil der Mikroregion Freunde im Herzen Europas und liegt an der Bayerischen Porzellanstraße. Sie ist mit der tschechischen Stadt Aš als Oberzentrum ausgewiesen.

Selb wurde erstmals 1281 urkundlich erwähnt und war im 16. Jahrhundert ein Zentrum des Bergbaus und der Schmiedewerke. Die Stadt erhielt 1426 ein Stadtrecht und blieb bis ins 18. Jahrhundert ein wichtiges Jagdrevier. Der Selber Brand im Jahr 1856 zerstörte den mittelalterlichen Stadtkern, doch die Porzellanindustrie brachte Selb in den 19. Jahrhundert zur Blüte. Die Stadt wurde 1857 zur Porzellanstadt und entwickelte sich zu einem Industriestandort mit mehreren Porzellanfabriken.

Selb ist bekannt für die Porzellanindustrie, die bis heute prägend ist. Die Stadt beherbergt das Porzellanikon, ein Museumkomplex mit historischen und technischen Ausstellungen. Zudem gibt es das Rosenthal-Theater, das vielfältiges Kulturprogramm bietet. Die Stadt ist Hochschulstandort mit einer Außenstelle der Hochschule Hof und hat eine reiche Geschichte mit Stolpersteinen für jüdische Opfer des Nationalsozialismus.

Quellen (2)
Seehöhe
562 m

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