Sehenswürdigkeiten · Wien
Schmelz
Die Schmelz ist ein ehemaliger Parade- und Exerzierplatz im 15. Wiener Gemeindebezirk Rudolfsheim-Fünfhaus. Ursprünglich eine fruchtbare, hochgelegene Wiesenfläche mit Lössboden, wurde sie erstmals 1309 urkundlich erwähnt. Heute bezeichnet der Name vor allem den mittleren Bereich mit Schrebergärten und Sportanlagen, während die Schmelzbrücke im Süden an die frühere Ausdehnung bis zur Westbahntrasse erinnert.
Der Ort lohnt sich durch seine historische Bedeutung als militärischer Übungsplatz. Ab 1847 diente er als Paradeplatz der k.u.k. Kavallerie, nachdem der vorherige Standort auf dem Josefstädter Glacis wegen Staubbelästigung aufgegeben wurde. Bis 1918 blieb er ein zentraler Ort für Manöver, bis die Monarchie endete. Auch die Märzgefallenen der Revolution 1848 fanden hier ihre letzte Ruhestätte, bevor der Friedhof 1874 geschlossen und die Toten auf den Zentralfriedhof überführt wurden.
Heute prägen Sportanlagen, Kleingärten und moderne Bauten das Bild. Die Wiener Stadthalle entstand 1953 bis 1958 im östlichen Teil, während im Westen ein Sportzentrum der Universität Wien und ein Realgymnasium entstanden. Der Meiselmarkt nutzt heute den alten Wasserbehälter, und das Schutzhaus „Zukunft“ dient als Kulturort. Ein Gedenkstein erinnert an Franz Siller, während eine Tafel an den Kleingarten von Bundespräsident Adolf Schärf erinnert.
Quellen (1)
- Schmelz (Wien) (Wikipedia) (CC BY-SA 4.0, bearbeitet)
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