Sehenswürdigkeiten · Leopoldstadt

Prater

Prater
Ralf Roletschek CC BY 3.0

Der Wiener Prater ist ein etwa sechs Quadratkilometer großes, größtenteils öffentliches Gelände im zweiten Wiener Gemeindebezirk Leopoldstadt. Er besteht noch immer zu großen Teilen aus ursprünglichen Donau-Aulandschaften und wird oft mit dem bekannten Vergnügungspark Wurstelprater im Nordwesten verwechselt, der zwischen Donau und Donaukanal liegt und nur einen kleinen Teil des gesamten Gebiets einnimmt.

Der Prater befindet sich auf einer Flussinsel, die durch Donau und Donaukanal gebildet wird. Seine Grenzen sind nicht amtlich festgelegt, doch wird er üblicherweise von der Ausstellungsstraße im Norden, der Seitenhafenstraße im Südosten und dem Donaukanal im Süden begrenzt. Das Gelände ist sehr flach, wobei der künstlich aufgeschüttete Konstantinhügel mit sieben Metern die höchste Erhebung darstellt. Es gliedert sich in drei Landschaftstypen: eine parkähnliche Zone im Nordwesten, einen trockenen Auwaldbereich in der Mitte mit Donaualtarmen wie dem Heustadelwasser und eine feuchte Aulandschaft im Südosten mit Teichen wie dem Lusthauswasser und Mauthnerwasser.

Besucher können die weitläufigen Wege der Hauptallee erkunden, die vom Praterstern zum Lusthaus führt und seit 1867 durchgehend begehbar ist. Im mittleren Teil des Gebiets finden sich noch Spuren der ursprünglichen Vegetation, während der südöstliche Bereich mit seinen Teichen und Altarmen eine naturbelassene Atmosphäre bietet. Geschützte Naturdenkmäler wie das Mauthnerwasser und das Krebsenwasser ergänzen das Bild einer grünen Oase mitten in der Stadt.

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