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Pazmanitentempel

Pazmanitentempel

Bild: Unknown authorUnknown author (The photographer is unknown and not mentioned in the source.) · Public domain · Wikimedia Commons

Der Pazmanitentempel war eine prächtige Synagoge in der Pazmanitengasse 6 im zweiten Wiener Bezirk, der Leopoldstadt. Erbaut zwischen 1911 und 1913 von Architekt Ignaz Reiser, bot er Platz für 900 Gläubige, darunter 550 Sitz- und 350 Stehplätze. Die Heizung erfolgte durch Warmluft, und die Einweihung am 28. September 1913 galt als Hommage an Kaiser Franz Josef I.

Der Tempel wurde während der Novemberpogrome 1938 vollständig zerstört. Zu diesem Zeitpunkt hielten sich die Brüder Norbert und Hugo Brainin im Gebäude auf, um ein Totengebet für ihre verstorbene Mutter zu sprechen. Die Zerstörung war Teil der systematischen Gewalt gegen jüdische Einrichtungen in Wien.

Heute erinnert nur noch der Name der Gasse an den einstigen Bau. Eine virtuelle Rekonstruktion des Tempels ermöglicht jedoch einen Eindruck seiner früheren Gestalt. Die Synagoge war ein bedeutendes Zeugnis jüdischer Kultur und Architektur in Wien.

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