Naturschutz · Annaberg

Ötschergräben

Die Ötschergräben sind der bekannteste Schluchtabschnitt Niederösterreichs — eine tief eingeschnittene Klamm im Naturpark Ötscher-Tormäuer, in der das Wasser zwischen kalkweißen Wänden zu Tal rauscht. Ihr auffälligster Punkt ist der Lassingfall, der 90 Meter hoch über die Felskante stürzt.

Der Ötscher selbst ist mehr als eine Geländeform. Er gilt als sagenumwobener "Vaterberg" mit keltischen Wurzeln und war lange ein Orientierungspunkt für die Menschen im Voralpengebiet. Die Schlucht wurde für Besucher durch schmale Stege erschlossen, die an den Flanken entlangführen — sie machen Abschnitte begehbar, die sonst nur dem Wasser gehörten.

Die Standardrunde misst rund 14,8 Kilometer und dauert knapp fünf Stunden bei mittlerer Schwierigkeit; das ist eine Tageswanderung, keine Spazierrunde. Trittsicherheit und passendes Schuhwerk sind angebracht. Bemerkenswert ist die Anreise: Die Ötschergräben sind gut mit Bahn und Bus erreichbar, was in dieser Gegend nicht selbstverständlich ist. Die Wege sind ein Ziel der schneefreien Jahreszeit.

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