SchlösserWien

Michaelertrakt

Denkmalgeschütztes Objekt in Innere Stadt (13765)

Der Michaelertrakt bildet die prächtige Nordfassade der Wiener Hofburg im ersten Bezirk und öffnet sich zum gleichnamigen Platz, der zu den schönsten Wiens zählt. Die Fassade entstand nach Plänen von Joseph Emanuel Fischer von Erlach, der sich gegen den Entwurf von Johann Lucas von Hildebrandt durchsetzte. Sein Projekt III von 1726 wurde erst 1890 mit leichten Änderungen durch Ferdinand Kirschner im Zuge der Ringstraßenverbauung umgesetzt. Der Trakt beeindruckt durch seine harmonische, aber bewegte Baulinie, die sich dem Platz anpasst, sowie durch die Verwendung hochwertiger Materialien. Die Fundierung reicht bis zu 16 Meter tief, da alte Gebäude und das Hofburgtheater weichen mussten. Die Figuren bestehen aus Zogelsdorfer Stein, während der Sockel und die Balkonplatten aus Kaisersteinbruch stammen. Besonders markant sind die vier Herkulesgruppen aus 25-Tonnen-Blöcken sowie die Brunnenfiguren aus Laaser Marmor und Lindabrunner Konglomerat. Vor Ort prägt die Rundhalle unter der Kuppel mit ihren symbolischen Figuren aus Kalksandstein das Bild. Die imperiale Durchfahrt führt zum Michaelerplatz, wo sich die monumentale Architektur entfaltet. Die Nähe zur Reichskanzlei und die historische Verbindung zur Hofburg machen den Ort zu einem bedeutenden Zeugnis österreichischer Baukunst.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Schloss
Ort
Innere Stadt
Adresse
Michaelerplatz 1
Denkmalstatus
Denkmalgeschütztes Objekt in Österreich

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