Sehenswürdigkeiten · Dalaas
Klostertal

Das Klostertal ist ein alpines Seitental in Vorarlberg, das bei Bludenz vom Walgau abzweigt und sich etwa 30 Kilometer nach Osten bis zum Arlberg und zur Tiroler Grenze erstreckt. Es umfasst sechs Gemeinden, darunter Klösterle am Arlberg, Dalaas und Innerbraz, sowie Teile von Bludenz. Mit einer Fläche von rund 194 Quadratkilometern und etwa 4.700 Einwohnern gehört es zum Bezirk Bludenz. Geografisch wird das Tal von der Verwallgruppe im Süden und dem Lechquellengebirge im Norden begrenzt, wobei die Alfenz den Übergang zwischen den Gesteinsschichten markiert.
Das Tal besticht durch seine geologische Vielfalt und alpine Prägung. Durch Gletschererosion entstand ein Trogtal, das heute von steilen Hängen und flachen Talabschnitten geprägt ist. Besonders feucht ist das Klima, da Westwinde hier auf Stauwirkung treffen und für hohe Niederschläge sorgen. Die Vegetation wechselt je nach Gestein und Höhe: Während im Süden Fichtenwälder dominieren, prägen im Norden Buchen und Mischwälder das Bild. Auffällig ist der scharfe Übergang zwischen den Vegetationszonen, der die geologische Grenze zwischen Kristallin und Kalk sichtbar macht.
Vor Ort lädt das Tal zu Wanderungen durch Europaschutzgebiete wie die Klostertaler Bergwälder ein, die sich von Bludenz bis Langen am Arlberg erstrecken. Oberhalb von Braz finden sich Magerwiesen, während südlich von Langen das Verwall als weiteres Schutzgebiet ausgewiesen ist. Die Landschaft zeigt sich wildromantisch mit schroffen Felsformationen, Tobeln und ausgedehnten Wäldern. Die Geschichte des Tales ist eng mit dem Arlbergverkehr verbunden, der lange Zeit ein wichtiger Handelsweg war.
Quellen (1)
- Klostertal (Wikipedia) (CC BY-SA 4.0, bearbeitet)
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