Sehenswürdigkeiten · Gardelegen

Jävenitz

Ortsteil von Gardelegen

Jävenitz
Ghostwriter123 CC BY-SA 4.0

Jävenitz ist ein Ortsteil der Hansestadt Gardelegen im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt. Das Dorf liegt am nördlichen Rand der Colbitz-Letzlinger Heide auf einer Talsandinsel des Laugebachs. Es ist von den Nachbarorten Kloster Neuendorf, Trüstedt und Hottendorf umgeben. Die Moordämme und das Jävenitzer Hochmoor zeigen die Eiszeitgestaltung der Region.

Jävenitz hat eine reiche Geschichte, die bis ins 13. Jahrhundert zurückreicht. Im Jahr 1291 wurde es erstmals erwähnt. Die Pest und Kriege wie der Dreißigjährige Krieg führten zu starken Bevölkerungsschwankungen. Im 19. Jahrhundert wuchs die Bevölkerung durch Eisenbahnarbeiten und Forstwirtschaft. 1945 wurden 28 KZ-Häftlinge auf dem Friedhof beerdigt, die im Zusammenhang mit dem Massaker von Gardelegen standen. 2011 wurde Jävenitz in die Hansestadt Gardelegen eingemeindet.

In Jävenitz gibt es die evangelische Dorfkirche, eine gotisierende Backsteinsaal mit Chor und Turm. Die Gedenkstätte auf dem Ortsfriedhof erinnert an die ermordeten KZ-Häftlinge. Die Region umfasst die Colbitz-Letzlinger Heide mit Moordämmen und Hochmoor. Die Verbindung zur Bahnstrecke Berlin–Lehrte und die Bundesstraße 188 ermöglichen den Zugang. Die Dorfbewohner betreiben kulturelle Aktivitäten wie Laienspielgruppen und Sportvereine.

Quellen (1)
Seehöhe
74 m

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