Sehenswürdigkeiten · Gommersdorf

Gommersdorf

französische Gemeinde im Elsass

Gommersdorf
Rauenstein CC BY-SA 3.0

Gommersdorf liegt im Sundgau, etwa zehn Kilometer westlich von Altkirch. Im Nordwesten verläuft der Rhein-Rhône-Kanal zwischen dem Ortskern und der Largue. Die Gemeinde ist von Buethwiller im Norden, Hagenbach im Osten, Ballersdorf im Südosten, Dannemarie im Süden und Wolfersdorf im Westen umgeben. Sie befindet sich im löss- und lehmbedeckten Tertiärhügelland des Sundgau und liegt in einer hochwassersicheren Lage im flachen Talraum der Largue.

Der Ort wurde erstmals 1188 als Gumirsdorf urkundlich erwähnt, der heutige Name trat 1581 erstmals auf. Die Namensendung -dorf deutet auf eine Entstehung im 7./8. Jahrhundert hin. Bis 1324 gehörte Gommersdorf zur Grafschaft Pfirt, später kam der Ort unter Habsburg und wurde im Westfälischen Frieden 1648 an die französische Krone vergeben. Im Ersten Weltkrieg wurde der Ort von französischen Truppen besetzt und blieb bis zum Kriegsende unter französischer Kontrolle. Im Zweiten Weltkrieg wurde Gommersdorf von deutschen Truppen verwaltet und 1944 von französischen Streitkräften befreit.

Gommersdorf ist bekannt für seine gut erhaltene Fachwerkarchitektur und die Katharinen-Kapelle, die im 15. Jahrhundert erwähnt wird. Die Kapelle wurde im 18. Jahrhundert verändert und bei der Restaurierung 1987 archäologische Funde zutage gefördert. Zahlreiche Fachwerkhäuser aus verschiedenen Epochen prägen das Stadtbild, darunter Häuser mit typischen Sundgauer Merkmalen wie Halbwälm und Andreaskreuze. Die Organisation „Maisons paysannes d'Alsace“ entstand hier in den 1970er Jahren zur Erhaltung traditioneller Bauernhäuser.

Quellen (2)
Seehöhe
326 m

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