Sehenswürdigkeiten · Friesen

Friesen

französische Gemeinde im Elsass

Friesen

Bild: Rauenstein · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Friesen liegt im Sundgau im äußersten Südwesten des Elsasses, grenzt an die Region Franche-Comté und ist etwa zehn Kilometer von der Schweizer Grenze entfernt. Die Gemeinde wird von der Larg durchflossen, einem Nebenfluss der Ill. Im Nordosten verläuft der Rhein-Rhône-Kanal durch das Gebiet. Nachbargemeinden sind Hindlingen, Largitzen, Ueberstrass und Lepuix-Neuf. Die Gemeinde besaß bis 1971 einen Bahnhof an der Bahnstrecke Dannemarie–Pfetterhouse.

Friesen wurde erstmals urkundlich im 13. Jahrhundert erwähnt. Im Mittelalter war das Dorf Teil der Grafschaft Pfirt und später der Herrschaft Altkirch. Im 16. Jahrhundert gab es eine Niederlassung der Johanniter, die nach der Französischen Revolution abgebrochen wurde. Im 19. Jahrhundert wurde das Dorf durch Migranten aus der Schweiz bevölkert, darunter Wiedertäufer. Im Zweiten Weltkrieg war Friesen unter deutscher Verwaltung, bis die französischen Truppen im November 1944 den Ort befreiten.

Das Dorf ist bekannt für seine Fachwerkhäuser, darunter das älteste im Sundgau, gebaut um 1499/50. Die Peter-und-Paul-Kirche aus dem 18. Jahrhundert und die Marien-Kapelle aus dem Jahr 1900 sind weitere sehenswerte Bauten. Die Dorfkirche war einst Mutterkirche für mehrere umliegende Orte. Friesen hat eine reiche Geschichte mit militärischen und kriegerischen Ereignissen, die den Sundgau im Mittelalter stark beeinflussten.

Quellen (2)
Seehöhe
417 m

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