Kollegiatstift St. Mauritius, Reepsholt
abgegangenes Kloster in Friedeburg, Ostfriesland, Deutschland
Das Kollegiatstift St. Mauritius in Reepsholt war das erste Kloster im heutigen Ostfriesland. Es wurde im 10. Jahrhundert gegründet und stand unter der Jurisdiktion der Bremer Kirche. Der Ort liegt heute im Gemeindegebiet Friedeburg, auf einem Geestrücken mit Zugang zum Jadebusen. Das Stift war Teil der Bremer Diözese und hatte eine Propstei mit Verbindungen zu mehreren Kapellen und Kirchen. Das Stift war ein Zentrum der religiösen Ausbreitung und hatte bis ins 12. Jahrhundert eine gewisse Strahlkraft. Es war jedoch nie vollständig unabhängig und wurde im frühen 15. Jahrhundert aufgelöst. Die Stiftskirche wurde 1474 abgebrochen, und die letzten Gebäude wurden 1534 beseitigt. Die Propstei ging an die Gemeindekirche über, die heute Mittelpunkt des Dorflebens ist. Im Bereich des ehemaligen Stifts befand sich eine Fläche von 130 × 130 Metern. Die Backsteinkirche wurde um 1200 gebaut und war etwa 40 Meter lang. Die Stiftsgebäude und die Bibliothek sind nicht überliefert. Heute erinnert ein Gedenkstein an den Standort des Stifts am Klimp. Die Umgebung umfasste mehrere Wirtschaftshöfe und Flurnamen, die auf eine Verbindung zum Stift hinweisen.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kloster, religiöse Gemeinschaft
- Ort
- Friedeburg
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