Kollegiatstift St. Bartholomäus, Zerbst
ehemaliges Kollegiatstift in Zerbst in Anhalt vom 14. bis zum 16. Jahrhundert
Das Kollegiatstift St. Bartholomäus stand in Zerbst/Anhalt und war bis zum 16. Jahrhundert ein bedeutendes kirchliches Institut. Es lag an der St.-Bartholomäi-Kirche in der Siedlung bei der Burg, wo ein Kreuzgang und mehrere Chorherrenhäuser standen. Die heute nicht mehr vorhandenen Gebäude zeugen von der ursprünglichen Ausstattung des Stifts. Das Stift wurde 1215 erstmals urkundlich erwähnt und 1300 von Burchard von Barby gegründet. Es wurde unter den Grafen von Anhalt zur wichtigsten Institution im Herrschaftsgebiet. Die Reformation 1524 führte zu Veränderungen, wodurch 1534 keine neuen Stiftsherren mehr berufen wurden. Die Einnahmen gingen 1542 an die Stadt Zerbst über, und die Kirche blieb evangelisch. Das Stift bestand aus neun Chorherren unter Leitung eines Dekans. Frei gewordene Stellen wurden von den Grafen von Anhalt bewilligt, mussten aber vom Stiftskapitel und dem Bischof bestätigt werden. Die Kanoniker lebten in Residenzpflicht, mussten häufig am Chorgebet teilnehmen. Das Stift hatte Patronat über die St. Nikolaikirche und andere Pfarrkirchen und erhielt Einnahmen aus Kirchenzehnten und Grundbesitz.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- religiöse Gemeinschaft, Kloster
- Ort
- Zerbst/Anhalt
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