📷 Bild: Wikimedia Commons
Michaelerplatz
Der Michaelerplatz liegt im Herzen Wiens, unweit der Hofburg, und entstand als barocker Sternplatz erst im späten 19. Jahrhundert nach Plänen aus dem frühen 18. Jahrhundert. Sein Name geht auf die mittelalterliche Michaelerkirche zurück, die seit dem 13. Jahrhundert besteht und einst für Hofgesinde und Bürger errichtet wurde. Der Platz war einst unregelmäßig geformt, bis Joseph Emanuel Fischer von Erlach ihn neu gestalten sollte, doch erst Ferdinand Kirschner vollendete die barocke Vision zwischen 1889 und 1893. Der Ort verbindet historische und architektonische Höhepunkte: Der Michaelertrakt der Hofburg mit seiner markanten Kuppel prägt die Sichtachse des Kohlmarktes, während das Looshaus von Adolf Loos zu Beginn des 20. Jahrhunderts für Kontroversen sorgte. Die Michaelerkirche, umgeben von historischen Gebäuden wie dem Großen und Kleinen Michaelerhaus, gilt als eines der bedeutendsten Kirchenbauwerke der Stadt. Seit 1991 sind archäologische Ausgrabungen in der Platzmitte zugänglich, die Einblicke in die Vergangenheit bieten. Vor Ort prägen barocke und moderne Architektur das Bild. Die freigelegten Ausgrabungen, eingefasst von Hans Hollein, zeigen Spuren vergangener Zeiten, während die umliegenden Gebäude mit ihrer Vielfalt an Stilen zum Verweilen einladen. Der Platz ist nicht nur ein architektonisches Ensemble, sondern auch ein Ort der Geschichte, der durch seine städtebauliche Bedeutung überzeugt.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
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