📷 Bild: Wikimedia Commons
KZ-Außenlager Hannover-Misburg
Außenlager des KZ Neuengamme in Misburg (1944-45)
Das KZ-Außenlager Hannover-Misburg war ein Außenlager des KZ Neuengamme in Misburg, einem Stadtteil von Hannover. Es wurde 1944 errichtet, als Häftlinge auf dem Gelände der Erdölraffinerie Deurag-Nerag arbeiten mussten. Die Anlage war für die Rüstungsindustrie wichtig und wurde mehrfach bombardiert. Die Häftlinge mussten unter schlechten Bedingungen arbeiten und wohnten zunächst im Freien. Die Häftlinge lebten in schlechtem Zustand mit mangelhafter Ernährung und extremen Arbeitszeiten. Etwa 1000 bis 1200 Häftlinge kamen aus der Sowjetunion, Polen und Frankreich. Zwischen 1944 und 1945 starben 55 Häftlinge, vermutlich waren es mehr. Das Lager wurde 1945 geräumt, und die Häftlinge wurden auf einen Todesmarsch nach Bergen-Belsen geschickt. Das Lager stand auf dem Gelände der Deurag-Nerag, das nach Kriegsende abgerissen wurde. Heute gibt es keine baulichen Überreste. Eine Bronzetafel und eine Steinskulptur erinnern an das Lager. Der „Park der Erinnerung“ wurde 2024 benannt, und Gedenktafeln an der Mauer des Waldfriedhofs erinnern an die Zwangsarbeiter.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Konzentrationslager
- Ort
- Misburg-Anderten
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