Mudzborgh
nicht mehr existierende Burg in Hannover-Misburg
Die Mudzborgh war eine mittelalterliche Burganlage im heutigen Stadtteil Misburg von Hannover. Sie lag auf dem Gelände der St.-Anna-Kirche, die 1955 errichtet wurde. Der Name der Burg, der aus „Mudz“ und „borgh“ besteht, deutet auf eine Lage in einer morastigen Region hin. Sie stand an der schmalsten Stelle zwischen den Niederungen des Seckbruchs und der Breiten Wiese. Die Burg war in einem unzugänglichen Gelände gelegen und hatte eine strategische Position durch die nahegelegene Hannoversche Landwehr. Die Burg wurde vermutlich im 12. oder 13. Jahrhundert errichtet und war Teil der Machtstruktur des Bistums Hildesheim. Sie wurde 1365 erstmals urkundlich erwähnt und war für den Ausbau der Hannoverschen Landwehr zuständig. Die Burgstelle war später von einer Hofanlage überbaut, die heute nicht mehr existiert. Ein Leutnant namens Johan Putzstohl baute in der Region ein Wohnhaus, das später zur Kapelle wurde und im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Die Burgstelle ist heute über die Straße „Hinter der Alten Burg“ zugänglich. Archäologische Funde wie Grundmauerreste und Sandsteinquader wurden bei der Errichtung der St.-Anna-Kirche entdeckt. Der Heimatforscher Anton Scholand vermutete, dass Bauern Steinmaterial von der Burgstelle zur Errichtung ihrer Häuser verwendeten. Die Region war bis ins 16. Jahrhundert Teil der sächsischen Gaugrafschaft Astfala und später unter dem Bistum Hildesheim und verschiedenen Adelsgeschlechtern.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Burg
- Ort
- Hannover
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