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Schlossruine Montorge
Burgruine in Sitten im Kanton Wallis, Schweiz
Die Ruinen der Burg Montorge liegen auf dem felsigen Hügel Mont d’Orge in der Nähe von Sitten im Wallis, Schweiz. Der Name könnte sich aus dem französischen Wort für Gerste oder „stolz“ ableiten. Die Burg wurde im 13. Jahrhundert von den Savoyern erbaut und stand auf dem Gebiet des Bischofs von Sion. Sie wurde im 14. Jahrhundert mehrfach zerstört und nie wieder aufgebaut. Die Ruine gilt als schweizerisches Kulturgut von regionaler Bedeutung. Die Burg war ein strategisch wichtiger Punkt, um den Durchgang ins Oberwallis zu überwachen. Sie war in Kriegshandlungen verwickelt und wurde 1364 im Bürgerkrieg und 1375 bei der Ermordung des Bischofs Girard Tavel beteiligt. Im 15. Jahrhundert wurde sie von den Freiherren von Raron kontrolliert, bis sie 1417 während des Raronhandels zerstört wurde. Die Ruine wurde 2002–2005 archäologisch untersucht und der Zugang verbessert. Die Ruine liegt auf 782 m ü. M. etwa zwei Kilometer westlich von Sion und bietet einen weiten Blick über das Tal. Sie ist zu Fuss vom Dorf Montorge über gut markierte Wege erreichbar. Der ursprüngliche Zugang lag im Norden, durch einen Burggraben und eine Zugbrücke. Im Innenhof stehen Reste des Zentralgebäudes, des Kellerbereichs und einer Wasserzisterne. Auf der Westseite steht ein vermutlich 15 Meter hoher Turm, der durch einen Graben geschützt war. Die Mauerreste enthalten Schiessscharten und Latrinen.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Archäologische Stätte, Bauwerk, Burgruine
- Ort
- Sitten
- Adresse
- Mont d’Orge, 1950 Sion
- Denkmalstatus
- Schweizer Kulturgut der Klasse B von regionaler Bedeutung
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