📷 Bild: Wikimedia Commons
Burg Horkheim
Burg in Baden-Württemberg, Deutschland
Die Burg Horkheim ist eine Wasserburg im Heilbronner Stadtteil Horkheim, die bereits 1344 urkundlich erwähnt wurde. Sie liegt westlich des Dorfkerns in einer Niederung am Neckar, nahe der Grenze zu Talheim. Die Anlage war im 14. Jahrhundert Eigentum von Eberhards II. von Württemberg und später Teil der Heilbronner Komturei des Deutschen Ordens. Im 16. Jahrhundert wurde sie mehrfach ausgebaut, wobei die umliegenden Weingärten und Wirtschaftsgebäude im Schlossgarten entstanden. Die Burg war bis ins 19. Jahrhundert ein Zentrum der jüdischen Gemeinde, die dort Schutzgeldfreiheit genoss. Bis 1749 lebten 17 jüdische Familien in der Burganlage, und eine Synagoge wurde 1725 errichtet. Die jüdischen Bewohner hatten ihren Friedhof in Sontheim. 1778 zogen acht Familien in das Oberschloss Talheim, wo die jüdische Gemeinde dort ihre neue Heimat fand. Die Burg blieb bis 1834 im Privatbesitz, wobei der östliche Graben verfüllt und die Schlossgasse bebaut wurde. Die Anlage umfasst ein viergeschossiges Steinhaus, das die ältesten Teile der Burg darstellt, sowie umfassende Mauern mit Ecktürmen. Der Wassergraben ist teilweise ausgetrocknet und als Garten genutzt. Im Steinhaus sind gotische Malereien, hebräische Schriftzeichen und Renaissance-Malereien erhalten. Ein zweigeschossiges Wohnhaus aus dem 16. Jahrhundert und Wirtschaftsgebäude aus dem 18. Jahrhundert ergänzen die Anlage. Die Schlossgasse 18 wurde erst im 19. Jahrhundert errichtet.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Burg
- Ort
- Heilbronn
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