📷 Bild: Wikimedia Commons
Kastell Heilbronn-Böckingen
römisches Militärlager
Das Kastell Heilbronn-Böckingen war ein römisches Militärlager an der Neckarlinie des Neckar-Odenwald-Limes. Es befand sich im nördlichen Teil des Heilbronner Stadtteils Böckingen, an der Straße nach Neckargartach. Das Kastell wurde ab etwa 85/90 n. Chr. genutzt und bis zur Mitte des 2. Jahrhunderts betrieben. Es war ein Kohortenkastell mit einer Fläche von etwa zwei Hektar und besaß eine rechteckige Form sowie eine doppelte Spitzgrabensystem. Die Mauerecken waren abgerundet, und die Tore waren mit Doppeltürmen versehen. Das Kastell war für Sicherungs- und Überwachungsaufgaben zuständig und wurde von verschiedenen römischen Einheiten belegt, darunter die Cohors V Delmatarum und die Cohors I Helvetiorum. Der letzte bekannte Kommandant der Helvetierkohorte war Centurio Publius Nasellius Proclianus, der auch Altäre für verschiedene Gottheiten weihte. Das Kastellbad (Balineum) und der Vicus, ein ausgedehnter Siedlungsbereich, lagen in der Nähe des Kastells, sind aber heute nicht mehr sichtbar. Im heutigen Stadtbild von Böckingen ist nichts mehr vom Kastell zu erkennen. Es wurde im 19. und 20. Jahrhundert archäologisch untersucht, wobei die Fundamente der Porta principalis sinistra konserviert und in einer Grünanlage besichtigt werden können. Das Bodendenkmal ist als eingetragenes Kulturdenkmal geschützt, und Funde müssen gemeldet werden.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Archäologische Stätte, römisches Militärlager, Römisches Bauwerk, Terra-Sigillata-Fundstätte
- Ort
- Heilbronn
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
In der Nähe
- Schozach1.5 km
- Frankenstadion Heilbronn1.1 km
- Theresienturm1.3 km
- Altes Theater Heilbronn1.8 km
- Heilbronn Hauptbahnhof1.7 km
- Hochschule Heilbronn2.1 km
QR-Code