Stift St. Walburgis
historisches Kirchengebäude in Soest
Das Stift St. Walburgis war ein Damenstift der Augustiner-Chorfrauen in Soest. Es wurde 1164 gegründet und lag außerhalb der Stadtmauern. Die erste Erwähnung datiert von 1166, und das Kloster war mit dem Stift Meschede verbunden. Die Stiftskirche wurde im 15. Jahrhundert errichtet und war gotisch, einschiffig und dreijochig. Sie verfügte über eine Nonnenempore und einen Westturm, der bis zur Traufhöhe reichte. Das Stift war bis 1582 ein gemeinschaftliches Leben für Frauen und Männer, wurde dann zu einem reinen Damenstift. 1447 wurde es während der Soester Fehde zerstört und 1449 neu gebaut. 1812 wurde die Einrichtung aufgehoben, doch 1845 wurde sie als evangelisches Damenstift wiederbelebt. Die Stiftskirche wurde 1822 profaniert und später abgebrochen. Im Stift wurden bedeutende Kunstwerke und Ausstattungsstücke erhalten, darunter das Soester Antependium, das älteste erhaltene Gemälde nördlich der Alpen. Es stammt aus dem 12. Jahrhundert und war ursprünglich auf der Nonnenempore. Weitere Werke sind Tafelbilder aus der Spätgotik, darunter zwei Bilder mit den Heiligen Dorothea und Odilia sowie eine Retabel aus der Zeit um 1420/30. Die Orgel von Johann Patroclus Möller aus dem Jahr 1733 ist heute in Welver.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kirchengebäude, Kloster, religiöse Gemeinschaft
- Ort
- Soest
In der Nähe
- Aldegrever-Brunnen139 m
- St.-Patrokli-Dom214 m
- Soest279 m
- Soestbach462 m
- Dominikanerkloster Soest478 m
- Kattenturm Soest510 m
QR-Code